Aktuelles aus der Versicherungswirtschaft

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GDV: Aus Elementarversicherung werden Naturgefahren

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat zum 01.01.2011 neue Musterbedingungen für die Wohngebäude- und Hausratversicherung vorgestellt.

 

Vollkommen neu ist hierin:

 

Die bisherige separat abzuschließende Elementarversicherung wird zusammen mit der Position für Sturm / Hagel Bestandteil der Allgemeinen Versicherungsbedingungen und zwar unter dem Begriff Naturgefahren.

 

Zukünftig sollen Versicherungsnehmer daher nicht mehr extra eine Deckung für Elementarschäden dazubuchen müssen, sondern deren Inhalt gilt unter der Position Naturgefahren automatisch als mitversichert - sofern Versicherungsschutz für das betroffene Grundstück überhaupt möglich ist.

 

Für die Kunden soll jedoch möglich sein, bewusst die Positionen der Elementarschadendeckung (Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch)  abzuwählen.

 

Angesichts der existenzbedrohenden Schäden, die zum Beispiel eine Überflutung auch durch Starkregen verursachen kann, wie im August 2010 selbst in eher weniger gefährdeten Gebieten Deutschlands, ist diese Änderung zu begrüßen.

 

Abzuwarten bleibt, welche Versicherer sich an diesen freiwilligen Musterbedingungen zu den Naturgefahren orientieren und  ob die zu erwartenden Mehreinnahmen zu einer erleichterten Annahme der Risiken führen, die schon einmal von einem Elementarschaden betroffen waren.

 

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